Winterfütterung Niederwild – Unterstützung für Meister Lampe, Rebhuhn und CO

Meister Lampe hat es nicht leicht

Meister Lampe hat es nicht leicht

Die Wildfütterung im Winter, darum ging es in der letzten Ausgabe der „Lüdersburg-News“. Wir beschrieben die Unterschiede der verschiedenen Wildarten. Regionalspezifische Lebensraumbedingungen wurden berücksichtigt.

Reh- und Rotwild an Heuraufen„, das verbinden Nichtjäger und Jäger mit der WINTERFÜTTERUNG. Klassische Niederwildarten wie Hase, Rebhuhn und Fasan werden in dem Zusammenhang meist vergessen.

Sie stehen – HEUTE – unter Druck. Noch vor Jahren gab es einen stabilen Bestand an Niederwild. Das hat sich gehörig verändert.

Umso erfreulicher ist es, dass Jagdverbände wie zum Beispiel der Jagdverband Rügen, dass Niederwildprojekt Fasan und Rebhuhn“ ins Leben gerufen haben.  Waidmänner unterstützen das Niederwild vor allem im Winter mit mobilen Futterboxen. 

Beutegreifer machen dem Niederwild das Leben schwer. Weitere Gründe sind:

1. die industrialisierte Landwirtschaft
2. ein großflächiger Lebensraumschwund
3. menschliche Freizeitaktivitäten

Das Überleben im Offenland wird damit fast unmöglich.

Füttern ohne Verstand – Wildmassierungen sind die Folge

Wer aber Niederwild füttert, sollte einige Dinge bedenken. Um Wildmassierungen zu vermeiden und den Zielarten die Möglichkeit zu geben, jene Stellen auszuwählen, die ihnen selbst optimal erscheinen, sollten stets mehrere Fütterungen im Revier verteilt angeboten werden.

Sikawild im Winter

Sikawild im Winter

Größere Wildansammlungen wirken naturgemäß wie Magneten auf die verschiedensten Fressfeinde des Niederwildes.

Darüber hinaus steigt die Verschmutzung der Futtermittel durch Losung und Gestüber sowie die Hinterlassenschaften von Mäusen und Ratten.
Ebenso steigt die Wahrscheinlichkeit der Übertragung diverser Wildkrankheiten, beim Feldhasen vor allem der Kokzidiose.

Ruhe an Futterplätzen

Ganz wichtig ist Ruhe an den Futterplätzen. Überall dort, wo das Federwild (Rebhuhn und Fasan) durch Störungen immer wieder gezwungen wird, abzustreichen, sollten wir grundsätzlich keine Futterplätze anlegen.

Erstens verbraucht das Wild unnötig viel Energie, zweitens warten vor allem Habicht und Sperber auf genau diese Chancen. Ebenso sollten Plätze, die den Greifvögeln geeignete Ansitzwarten oder gedeckte Anflugwege, z. B. durch Scheunen in Fütterungsnähe bieten, unbedingt gemieden werden.

Mobile Futterboxen nutzen – Futtermittel für Fasan & Rebhuhn

Winterfütterung Niederwild - Fasane sagen Danke

Winterfütterung Niederwild – Fasane sagen Danke

Um die Wahrscheinlichkeit ihres Zugriffs auch anderenorts abzusenken, brauchen Fasan & Co ein möglichst weitreichendes Sichtfeld.

Dort, wo möglich, und eine Zerstörung oder der Diebstahl weitgehend ausgeschlossen werden können, sollte deshalb auch geprüft werden, von der guten, alten Fasanenschütte (Dach!) auf Futterautomaten umzurüsten.

Letztere haben weiterhin den großen Vorteil, dass sie mobil sind und bei Bedarf in kürzester Zeit in anderen Revierteilen eingesetzt werden können.

Als Futterplätze für Feldhasen und Wildkaninchen eignen sich lichte Stangenhölzer sowie tief beastete Nadelbäume, vor allem Fichten und Douglasien.

Geeignete Futtermittel für den Fasan sind vor allem Mais, Weizen und Sonnenblumenkerne.

Alle drei sind für Futterautomaten bestens geeignet, da sie gut nachrutschen und die Ausgabeöffnungen nicht verkleben. Lesen Sie hier unseren zweiten Beitrag zur Wildfütterung

Für das Rebhuhn empfehlen sich Weizen oder Weizenbruch, Kaff und Wildkräutersamen. Beim Feldhasen und Wildkaninchen haben sich Weizen, Gerste und Hafer sowie ebenfalls Sonnenblumenkerne bewährt. Weiterhin sind sie für Prossholz (z. B. Obstbaumschnitt) sowie Zuckerrüben und Karotten dankbare Abnehmer.

Zur Fütterung von Stockenten und weiterer Wildenten hat sich der Weizen als das Mittel der Wahl erwiesen. Dabei ist darauf zu achten, dass kein Getreide in das jeweilige Gewässer gelangt.